Archiv nach Monaten: März 2009
Es möge einfach das Beste passieren. Was immer das ist.
Es ist dies mein „Dein Wille geschehe“ in etwas nüchterner Form…
Das Bewusstsein hat gar keinen Kontakt zum Körper.
Dass heißt aber nicht, dass man die Steuerung dieses dem Nichts überlassen soll.
Es heißt lediglich, dass sie ein Wunder ist.
Ich sollte mich weiter in extreme Erfahrungen werfen. Ich glaube, ich habe gar keine andere Möglichkeit.
Eine eigenschaftslose Wirklichkeit wäre gleichbedeutend mit einer nicht vorhandenen Wirklichkeit.
…
Pure Logiksysteme machen keinen Sinn. Es ist gut, zwischen Logik und Wirklichkeit zu unterscheiden, wer sich aber mit seinen eigenen Systemen letztlich immer dahin flüchtet, dass jede Logik so oder so „nur Logik“ ist – und wirlich nichts weiter -, der betrügt sich selbst.
Es ist absurd zu behaupten, dass das eigene Weltbild frei von jeglichem Anspruch an Wahrheit wäre.
Die Kategoriepaare „richtig-falsch“ bzw. „wahr-unwahr“, etc. werden dann zwar halbwegs konsequent zu überwinden versucht, indem man sich auf „praktisch-unpraktisch“, „heilsam-unheilsam“ und – damit einhergehend – auf das Prozesshafte konzentriert, aber wozu dieser ganze Kraftakt?
Warum nicht einfach nur ein bißchen bescheidener denken?
Es ist jedenfalls keine logische Notwendigkeit, dass Gott, oder die Einheit von allem, „eigenschaftslos“ ist.
Wenn ich die körperlich weltliche Energie nur besser fühlen könnte, hätte ich schon viel weniger Widerstände. Ob es generell so ist, dass man sie auch erst dann richtig fühlt, wenn man sie hat, also wenn man gesund ist?
Das möchte mir fast „unfair“ erscheinen…
Kein Gefühl für eine Sache zu haben, heißt auch, kein Wissen über sie zu haben.
Ob ich „blindes Wissen“ akzeptieren kann, wenn ich mir klar mache, wie viel ich schon vom Leben geschenkt bekommen habe?
Es bleibt immernoch eine Herausforderung bzw. Aufgabe, die noch nicht befriedigend gelöst worden ist.
Das natürliche Tun läßt sich doch sehr, sehr schwer absichtlich simulieren, und in gewisser Weise muss man wohl sagen, es läßt sich überhaupt gar nicht absichtlich simulieren. Vielleicht liegt diese meine Erfahrung aber auch ein bißchen an meiner allgemeinen Energie-Situation. Ich habe einfach nicht mehr so die Lust, neue Bewegungsprogramme einzustudieren, und diese Aufgabe ist ja nun eher noch schwerer als früher, wenn ich versuche, aus dem Nichts heraus, sinnvolle Übungen zu entwickeln. Früher wurde das „Elementarische Tun“ beim Sport oder beim Klavierspielen oder beim Schlagzeugspielen geübt, und hatte noch einen „Nebensinn“, der als Hauptsinn verkauft wurde. Nun will ich mich ganz auf den Hauptsinn konzentrieren und stehe erstmal vor einem Nichts.
Eine Idee, dieses Nichts mit einer sinnvollen Bewegungsaufgabe auszufüllen, kam mir schon: Sich der Aufgabe widmen, mit seinen Händen einen Energiekokon um sich herum zu malen und durch ständige Wiederholungen zu erneuern und zu erhalten.
Ich merke, dass meine Widerstände eher woanders liegen, denn diese Idee wäre ohne Frage praktikabel.
Indem ich mich als Ganzes, als den Menschen, der ich bin, veräußere, überwinde ich meine Scheu. Denn so viel Selbst-Bewusstsein und Verstand habe ich immerhin; ich weiß, dass ich nicht schlecht oder dumm oder minderwertig sein kann – eben weil ich ein Mensch bin. Wer meinen Ausdruck nicht zu schätzen weiß, der übersieht den Menschen dahinter.
Die Perfektion im Tun verwirklichen.
„Rituale als Bewegungsaufgabe. Bewegung als Ritual“ – dies ist schon die Folgerung. Ich stelle für mich nämlich fest, wie wichtig eine allgemeine Bewegung für mich ist wie sie sonst nur im Rahmen körperlicher Arbeit stattfindet. „Arbeitslosigkeit“ ist hier fast wie Nahrungsentzug. Sie schränkt die persönliche Entwicklungsmöglichkeit empfindlich ein und ich muss unbedingt für Ersatz sorgen. So gelangte ich nun zu der Idee, mir Bewegungsabläufe auszudenken, die so simpel sind wie z.B. die beim Putzen, Aufräumen oder Abwaschen. Das Problem dabei ist nur, dass ich die innere Einstellung für mich entdecken muss, die mich diese Bewegungsaufgaben auch ausführen läßt, ohne dass ich mich dabei blöde fühle, bzw. ohne dass ich mich an der „Sinnlosigkeit“ in Bezug auf das Weltlich-Praktische störe.
Wichtig ist – das habe ich bisher schon herausgefunden -, dass ich ein klares Programm habe, über das ich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nachzudenken brauche, sodass ich es ausführen kann, ohne mich bei jedem Schritt zu fragen, wozu ich das mache, oder welcher Schritt eigentlich der nächste ist. Es ist so in der Tat auch ein bißchen zum „Abschalten“ gedacht – für eine Wirkung, auf die der Mensch wohl einfach angewiesen ist. Es ist dies ja auch nicht unbedingt ein Widerspruch zu diesem „spirituellen Ideal“ der Wachheit – aber das zeigt die Praxis…
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Ein Bekannter von mir äußerte einst die Feststellung, dass die Selbst-Beobachtung in der Bewegung viel, viel einfacher ist und Gurdjieff schrieb in seinem Buch „Beelzebubs Erzählungen an seinen Enkel“ davon, dass der primäre Zweck der Gliedmaßen die „Selbst-Empfindung“ sei. Ihre Benutzung zur Bewegung habe also eigentlich noch einen höheren Zweck als eben die Bewegung zur Erfüllung irgend welcher weltlicher Aufgaben.
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Durch Konzentration auf den Bewegungsaspekt allen Tuns gelangt man sehr natürlich zu der „Leere“, von der so viel geredet wird.